Zu den besonders empfohlenen Wegen rund um Bad Sooden gehört die Rundtour Dietzenröder Stein.
Mein Wandertagebuch
Wandern … Das ist für mich ein magisches Wort, eine immer wieder gesuchte Erfahrung. Intensiv Reisen - Natur und Menschen begegnen. Mir geht es nicht um die Länge der Strecke oder die Exotik des Ortes - das aufmerksame Einfühlen macht den Unterschied. Einige meiner Wandererlebnisse möchte ich hier in gelegentlichen Posts festhalten.
Sonntag, 30. August 2026
Freitag, 28. August 2026
Meine Wanderwoche im Werra - Meissner - Gebiet
Für eine Woche wollte ich die Wandermöglichkeiten rund um Bad Sooden - Allendorf erkunden. Was ist möglich, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist und nicht zu Wanderparkplätzen in der Umgebung mit dem eigenen Auto fahren kann?
Freitag, 2. August 2024
5.Etappe Frankenweg: Von Kronach nach Kulmbach (26 km)
Um 7:30 breche ich auf, um die doch recht lange Etappe nach Kulmbach (26 km / 550 Höhenmeter rauf und runter) zu bewältigen. Gestern war ich noch etwas zweifelnd, denn für heute ist Regen angesagt und einige Abschnitte der letzten Wanderungen auf dem Frankenweg haben mich unsicher gemacht, weil die Pfade doch so zugewachsen und unwegsam waren. Bei guten Wetter - alles kein Problem. Aber bei starkem Regen ganz allein im Wald? Für die lange Strecke früh zu starten, ist sicher eine gute Idee.
Um es gleich zu sagen: Diesen Weg heute schaffe ich gut - er wirkt nirgends gefährlich auf mich und wäre auch bei schlechterem Wetter noch machbar, wobei die Landschaftsformen doch recht unterschiedlich sind.
Früh starte ich entlang der Haßlach durch das Gelände der Landesgartenschau. Dann geht es nach links hinauf in die Berge, auf größeren und kleineren Waldpfaden, Forstwegen, über Felder mit Blick ins weite Land und durch nasses Gras.
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| Auch diese Atmosphäre ist reizvoll |
Die ersten Stunden ist das Wetter noch feucht, aber zumeist nur Nieselregel. Einmal - ich bin gerade in Weißenbrunn - wird der Regen heftiger, aber ich kann mich in eine offene Garage flüchten. So mach ich gegen 9:10 für 25 Minuten Pause.
Um 9: 35 geht es weiter bis 11:45 Uhr. Bis dahin bin ich insgesamt etwa 17 km gelaufen. Ich mache für 15 Minuten auf einer feuchten Holzbank Pause, esse mein Brot und genießen den Blick über das Feld. Inzwischen hat es sich auch stärker abgekühlt und ich ziehe meine festere Regenjacke über.
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| Die kühlere Atmosphäre gefällt mir - und das Wandern fällt auch leichter |
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| Überraschende Blumenpracht |
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| Mittagspause |
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| In der Ferne ein erster Blick auf Kulmbach |
Mittwoch, 31. Juli 2024
Kronach: Zur Heunischenburg (bronzezeitliche Ausgrabung)
Beim Frühstück tausche ich mich mit zwei Schweizer Radfahrerinnen über ihre Eindrücke von Franken aus. Schnell kommen wir auch auf andere Ziele zu sprechen, die wir gemeinsam kennen. Doch keine von uns will lange am Frühstückstisch verweilen - es sind heute etwa 32 Grad zu erwarten, also ist es besser, früh zu starten.
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| Weg an der Haßlach - für dieses Panorama ist Kronach „berühmt“ |
Ich habe heute nur eine kleine Wanderung vor: Zur Heunischenburg, einer spätbronzezeitlichen, befestigten Höhensiedlung. Das Besondere ist, dass sie zu den ältesten steinernen Befestigungsanlagen nördlich der Alpen gehört und etwa um 1000 v. Chr. angelegt wurde, um die Transportwege der Erze (Kupfer und Zinn) aus den Lagerstätten im Fichtelgebirge zu kontrollieren. Um 800 wurde sie dann endgültig zerstört, außerdem löste das Eisen die Bronze als wichtigstes Material ab.
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| Nur kurze Strecken führen heute durch den Wald |
Mein Weg aus Kronach führt mich an der Haßlach entlang vieler Häuser aus dem 18. Jahrhundert vorbei. Ich habe noch einmal einen stimmungsvollen Blick zurück in die Stadt.
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| Schon auf dem Rückweg sehe ich wieder die Festung Rosenberg über Kronach |
Im weiteren Verlauf ist der Weg nur selten schattig und im Wald, die meiste Zeit verläuft er über eine einsame Straße und Feldweg. Dadurch bin ich der prallen Sonne ausgesetzt.
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| Im Hintergrund die restaurierte Mauer der Heunischenburg |
Am Ort der Heunischenburg ist eine Teilmauer rekonstruiert, die Toranlage im Eingangsbereich soll einmal 40 Meter lang gewesen sein. Wirklich viel sieht man nicht mehr, aber es bleibt doch das Gefühl, dort zu stehen, wo vor 3000 Jahren Bronzezeit - Menschen ihren Siedlung verteidigt haben.
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| Hier noch einmal alles, was von der Heunischenburg so zu sehen ist |
Nach einer halben Stunde Pause begebe ich mich auf den Rückweg. Meine kleine Wanderung heute beträgt etwa 12 km und 240 Höhenmeter. Den Rest des Tages kühle ich mich lieber in Kronach wieder ab.
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| Ich freue mich, bei der Hitze die Stadt wieder erreicht zu haben! |
Montag, 29. Juli 2024
4. Etappe Frankenweg: Von Zeyern nach Kronach
Diese Etappe ist nur kurz - etwa 11 km. Also auch viel Zeit, um unterwegs genau hinzusehen und - zu staunen. So komme ich an der Zeyerner Wand vorbei - eine Felsformation aus dem Erdmittelalter, dem Trias vor 215 Millionen Jahren. Mehrfach versank dieses Gebiet unter dem Meeresspiegel und Sand, Kalk, Geröll verfestigten sich zu Sedimentgestein.
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| Die Zeyerner Wand |
Die Gegend hier gilt als Frankenwald- Vorland und ist erdgeschichtlich jünger als der Frankenwald, der ausschließlich aus Gesteinen des Erdaltertums aufgebaut ist - so die die Infotafel vor der Felswand. Ich denke an den Diabas im Höllental, den ich ja auch angefasst habe. Unglaublich - dieses Gefühl - ich könnte beim Anblick der Zeyerner Wand sagen: „Hunderte von Millionen Jahren blicken auf mich herab.“ Geradezu andächtig wandere ich später über Waldpfade, bei denen ich auch auf Felsgestein trete.
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| Entspannt … |
Mittags lege ich mich in trockenes Stoppelgras und lausche mit geschlossenen Augen den vorbeisummenden Insekten. Alles strahlt ungeheuere Ruhe aus, die sich auch mir mitteilt.
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| Mittagspause |
Schließlich erreiche ich die Festung Rosenberg bei Kronach. Geologische Infotafeln informieren über die Bodenbeschaffenheit bei Kronach - Buntsandstein und Muschelkalk (im Frankenwald der Schiefer). Interessant die Zusammenhänge: das Gestein beeinflusst die Bodenbildung - die Bodenbildung die Vegetation. Silberdisteln wachsen z.B. nur auf Böden, die sich auf Muschelkalk entwickelt haben. Über so etwas habe ich vorher noch nie nachgedacht!
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| Die Festung Rosenberg |
Von Kronach bin ich sofort begeistert! Ich werde einige Tage bleiben, die Festung Rosenberg besuchen, die Galerie der alten Meister besichtigen, eine Stadtführung buchen und die berühmte Ausgrabungstätte Heunischenburg besichtigen. Dafür gönne ich mir auch den Aufenthalt in einem historischen Stadthotel mit einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert.
Doch heute Abend - tagsüber waren es 26 Grad - genieße ich einmal Spaghetti und Bardolino - Wein auf der Strassenterrasse eines Italieners!
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| Der Start in einen entspannten Abend … |
Sonntag, 28. Juli 2024
3. Etappe Frankenwald: Von Presseck nach Zeyern
Die Nacht durch regnet es heftig, aber am Morgen hat sich der Regen beruhigt. So starte ich zuversichtlich in den Tag - gut, dass ich den Weg schon gestern recherchiert habe.
Aber ich muss wirklich aufpassen, dem verschlungenen Pfad zu folgen - gut, dass die Wanderapp mir dabei hilft.
Die Landschaften wechseln -an einigen Stellen dichter Wald mit naturbelassenen, unbefestigten Pfaden, an anderen Stellen ein weiter Blick ins Land. So sehe ich in 11 km Entfernung den Döbraberg, wo ich erst gestern war. An einer anderen Stelle ist ein „künstlicher“ Durchblick geschaffen - um Gleitfliegern einen Abflug zu ermöglichen.
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Immer wieder staune ich über die Höhe der Fichten. Allerdings hat der Borkenkäfer auch hier schon viele Bäume zerstört und ist wohl - neben Sturmschäden - für die verwüsteten Areale verantwortlich.
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| In Zeyern |
Nach etwa 23 km erreiche ich den kleinen Ort Zeyern.
Nachtrag am Morgen: Der besondere Reiz solcher Wanderreisen liegt für mich auch darin, menschliche Leben im Ausschnitt zu erleben. Hier sind zumeist wirklich nur wenige Leute unterwegs und so kommt man ganz anders ins Gespräch als in touristischen Hauptzielen. Der kleine Gasthof in Zeyern überrascht mich zunächst - so aus der Zeit gefallen und verwunschen - verwachsen wirkt er. Am Abend erwacht er zum Leben als eine größere Gruppe Männer zum Kartenspielen und Biertrinken kommt. Ich sitze - neben einer niederländischen Familie - draußen auf der Terrasse mit zum Teil hüfthohem Unkraut. Der Abend ist warm und schön. Später entdecke ich noch eine junge Familie mit drei Kindern im Gastraum. Was die wohl hier her bringt?
Eines ist klar - wenn dieser Gasthof einmal schließen sollte, gibt es keine Alternative. Überall bricht Infrastruktur weg - Gasthöfe schließen - und so wird es auch für Wanderer immer schlechter werden.
Am nächsten Morgen fühle ich mich bei dem freundlich gedeckten Tisch gleich sehr wohl. Der ältere, leicht behinderte Gastwirt erzählt mir z.B., dass die junge Familie den Gasthof schon aus der Jugendzeit kennt und nun - nach zwanzig oder mehr Jahren - wiedergekommen ist, um hier Urlaub zu machen. Das berührt mich sehr - denn ich kenne ähnliche Erfahrungen aus meiner Jugend - Orte im Harz, die ich immer wieder aufsuche und so die Vergangenheit wiederbelebe.
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| Am Morgen - ein einladend gedeckter Frühstückstisch |
Samstag, 27. Juli 2024
2. Etappe Frankenweg: Von Culmitz nach Presseck
Ein Tag, der immer wieder Unvorhergesehens bringt, aber auch eine wunderschöne Wanderung. Zunächst erschreckt mich, dass die Wegstrecke im FrankenSteigla -Heft über 28 km beträgt. Der nette Gastwirt bringt mich daraufhin um 8:30 nach Kleindöbra, damit ich die Tour um 4 km verkürzen kann.
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| Blick Richtung Schwarzenbach |
Glücklicherweise bleibt das Wetter trocken. Ich mag mir nicht vorstellen, wie sich die Wege bei (Stark-) Regen präsentieren. Ich wandere über den Döbraberg und das Rodachtal nach Elbersreuth. (17 km) An einigen Stellen versperren gestürzte Bäume den Pfad, was einmal ziemliche Schwierigkeiten beim Übersteigen macht.
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| Versperrter Weg |
In Elbersreuth muss ich den Frankenweg verlassen, da mein Quartier für heute in Presseck liegt. Dieser Wegteil ist nicht gut ausgeschildert, und so muss ich am Ende einen Wanderweg abbrechen und auf einer Autostraße noch einmal starten. Nach 4,5 km erreiche ich Presseck.
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| So unterschiedlich ist die Landschaft auf der Route |
Damit ich morgen den Rückweg zum Frankenweg problemlos finde, such ich mir lieber gleich noch den Einstieg. Insgesamt komme ich auf 23 km. Ich bin doch recht stolz auf mich, alles so gut bewältigt zu haben!
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| Der Platz meiner Mittagspause |
Wandern ab Bad Sooden-Allendorf: Dietzenröder Stein P 16
Zu den besonders empfohlenen Wegen rund um Bad Sooden gehört die Rundtour Dietzenröder Stein.
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Ich starte gegen 11 Uhr bei etwa 19 Grad und sonnigem Wetter. Diese Wanderung ist als „mittelschwer“ eingestuft und erstreckt sich über 14 ...
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Diese Etappe ist nur kurz - etwa 11 km. Also auch viel Zeit, um unterwegs genau hinzusehen und - zu staunen. So komme ich an der Zeyerner W...
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Um 7:30 breche ich auf, um die doch recht lange Etappe nach Kulmbach (26 km / 550 Höhenmeter rauf und runter) zu bewältigen. Gestern war ich...



























